Eine bestimmte Art des Sich-Beschwerens über eine andere Person wird in Scientology Rechtfertigung (zuweilen auch Gemecker) genannt.

Das Bedürfnis, sich über eine andere Person zu beschweren, diese schlecht zu machen, beruht auf einem sog. Motivatorhunger. Als Motivator wiederum wird jener Impuls bezeichnet, der eine Person dazu veranlasst (motiviert), für eine empfangene böse Handlung Vergeltung zu üben. Hat jedoch eine Person einer anderen etwas Böses angetan, ohne einen gültigen Grund (Motivator) gehabt zu haben, dann hat die Person ein Problem, nämlich das Problem, einer anderen Person Unrecht getan zu haben und das macht Kummer. In dem Versuch, diesen Kummer los zu werden, sucht sie nachträglich nach einem Grund (einen Motivator) für ihre böse Handlung. Nichtigkeiten werden dann dazu benutzt, um die andere Person schlecht zu machen. Für solche Personen ist typisch, dass sie wegen Nichtigkeiten beleidigt sind. Sie rechtfertigen damit nachträglich böses Handeln.

Zur ursprünglichen bösen Handlung kommt somit eine weitere böse Handlung hinzu, nämlich die des Schlechtmachens der anderen Person (dem Ziel der bösen Handlung).

Ein solches Sich-Beschweren (Gemecker) über eine andere Person gilt in Scientology als zuverlässiges Indiz, dass diese Person der Person, die sie heruntermacht, etwas Böses angetan hat. In Scientology riskiert eine solche Person, dass ihr die Frage gestellt wird, was sie dieser Person denn Böses angetan habe.

Das alles gilt natürlich auch für Gruppen von Menschen.

 

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