Hintergründe der Affinität zur Nazi-Ideologie

Dass in der Vergangenheit liegende schmerzhafte Geschehnisse nachteilige Auswirkungen auf das gegenwärtige Dasein einer Person haben können, ist den Menschen real. Bei solchen Geschehnissen kann es sich auch um Geschehnisse früherer Leben handeln.

Genauso wie in früheren Leben erlittene Traumen das gegenwärtige Dasein einer Person nachteilig beeinflussen können, können in einem früheren Leben gemachte Postulate auch im gegenwärtigen Leben wirksam sein.

Die Seite Wiedergeburt schildert, was der nach wie vor zu beobachtenden Affinität zum Nationalsozialismus zugrunde liegen mag. Diese Affinität pflegt unbeschadet der Tatsache zu existieren, dass diese Ideologie zu einem Desaster führte. Es ist offensichtlich, dass im Verstand enthaltene Dinge, von deren Existenz die Person keine Ahnung hat, dennoch einen überaus starken Einfluss auf ihr Denken ausüben können.

Wie wäre nun angesichts von all dem mit Menschen, die ihre Affinität zur Nazi-Ideologie nicht verborgen halten, umzugehen? Es ist zu hoffen, dass sich einmal die Erkenntnis durchsetzt, dass drakonisches Vorgehen gegen solche Personen auf der Grundlage des Verbotsgesetzes ebenso ungerechtfertigt ist, wie es ungerechtfertigt war, Homosexuelle als Kriminelle zu behandeln.

Man mag nun einwenden, dass es die Katastrophe, in welche der Nationalsozialismus geführt hat, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu verhindern gelte. Dazu taugt aber nicht das Verbotsgesetz. Unser Dasein ist längst schon wieder faschistisch.

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Das Bekenntnis einer prominenten österreichischen, dem Judentum angehörenden Dame nicht bereit zu sein, auf das Tragen des Davidssternes zu verzichten, ist im Licht der folgenden Sachverhalte zu sehen:

Als ich 9 Jahre alt war, hatten meine Eltern (gemeinsam mit 2 anderen Bauernfamilien) einen solchen Mähdrescher erworben. Dieser Umstand machte mich — weil dieser Mähdrescher in der damaligen Zeit zu den imposantesten zählte — mächtig stolz. Ich brachte das durch das Tragen eines Abzeichens mit diesem Firmenlogo der Herstellerfirma zur Geltung. Als ich mich mit diesem Abzeichen bei einer Sonntagsmesse sehen ließ, wurde das von einem Mitschüler auf kränkende Weise kommentiert. Die Ursache dafür lag in dem Umstand, dass uns beide in Bezug auf Mähdrescher keine gemeinsame Realität verbunden hatte. Sein Vater hatte sich nämlich für einen Mähdrescher eines anderen Herstellers entschieden.

Artikel 19 der allgemeinen UN-Menschenrechterklärung gestattet zwar, seine Ansichten, Bekenntnisse, Überzeugungen usw. zum Ausdruck zu bringen, wozu auch das Tragen von Abzeichen zählt (neuerdings unterliegt das jedoch Einschränkungen). Allerdings hat man dann allenfalls auch die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu tragen, wie etwa unfreundliche Kommentare oder Schlimmeres: Bekanntermaßen waren die Mitarbeiter der französischen Satire-Zeitschrift Charlie Hebdo partout nicht bereit, auf die Ausübung dieses in Artikel 19 erklärten Menschenrechtes zu verzichten. Und dann waren 12 von ihnen tot.

Indem Postulate überaus wirksam sind, ist damit zu rechnen, dass diese 12 Personen — wenn sie wieder da sind — jene Tätigkeit wieder aufnehmen werden, bei welcher sie von ihren Mördern gestoppt wurden.

Resümee: Man übt das Recht auf freie Meinungsäußerung auf eigene Gefahr aus.

 

 


Anhang:

Durch das geflügelte Wort "Diese Person wurde als Kleinkind zu heiß gebadet", kommt das zur Geltung. Zurück zur verlassenen Textstelle

 

Postulat: Ein Gedanke, der die Absicht zu sein, zu tun oder zu haben enthält. Ein Postulat in sich ist nicht Energie; im Gegenteil: Nur aufgrund eines Postulates kann Energie überhaupt erschaffen werden. Zurück zur verlassenen Textstelle

 

Zum Beispiel ist das Tragen von Abzeichen untersagt, mit welchen beabsichtigt ist, die Ähnlichkeit gegenwärtiger gesetzlicher Auflagen mit Auflagen zu zeigen, die während des Naziregimes Gültigkeit besessen haben. Zurück zur verlassenen Textstelle

 

 

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